Pressemitteilung vom 12. September 2008

Deutschland braucht die KSK

Die iDD protestiert gegen die Empfehlung des Wirtschaftsausschuss des Bundesrates, die Künstlersozialkasse abzuschaffen.

Der federführende Wirtschaftsausschuss des Bunderates hat eine Empfehlung formuliert, nach der die Künstlersozialkasse abgeschafft werden sollte. Der genaue Wortlaut: »Der Bundesrat fordert, dass die Künstlersozialversicherung abgeschafft oder zumindest unternehmerfreundlich reformiert wird.«

Die iDD lehnt die Abschaffung der Künstlersozialkasse rigoros ab und unterstützt den massiven Widerstand des Deutschen Kulturrates. Der Vorstoß des Wirtschaftsausschusses schadet massiv Künstlern, Designern und Publizisten sowie der deutschen Kulturlandschaft.

Gegen diese Empfehlung, die Künstlersozialkasse abzuschaffen, haben sich bislang auch folgende Länder gewandt: Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen. Die iDD fordert alle übrigen Bundesländer auf, diesem Handeln zu folgen.

Die Künstlersozialversicherung ist eine kultur- und sozialpolitische Errungenschaft. Sie abzuschaffen würde bedeuten, dass die Mehrzahl der Künstler weder eine Kranken- noch eine Pflege- oder Rentenversicherung haben. Eine solche Verunsicherung der Kulturschaffenden unserer Republik ist schädlich und steht im krassen Gegensatz zur Bedeutung der Kreativwirtschaft für die Allgemeinwirtschaft unseres Landes.

Nur eine weitere Stärkung der Kulturschaffenden sichert langfristig ein weiteres Wachstum und die international wachsende Bedeutung der Kreativwirtschaft für die BRD.
Abgabepflichtige Unternehmen und öffentliche Körperschaften dürfen nicht auf Kosten der Künstler, Designer und Publizisten von ihren Sozialversicherungspflichten befreit werden.

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Pressemitteilung vom 21. April 2008

Design verändert Deutschland

Projekte der Initiative Deutscher Designverbände (iDD) überzeugen die Vertreter der Wirtschaftsministerien.

Auf Einladung der Initiative Deutscher Designverbände (iDD) trafen sich die Designverantwortlichen der Bundesländer sowie des Bundeswirtschaftsministeriums Anfang April 2008 in der Zollverein School.

Unter dem Motto »Design verändert Deutschland« standen die bundesweiten Projektvorhaben »Design stärkt den Mittelstand« und »Design rechnet sich für Deutschland!« auf der Tagesordnung. Ziele der Projekte sind die Verstärkung von Design als Erfolgsfaktor in Nachfragebranchen und damit die Förderung von Design als Querschnittsaufgabe in Unternehmen sowie die Bildung von Design-Ansprechpartnern bei den Industrie- und Handelskammern.

Das Projekt »Design stärkt den Mittelstand« geht auf die sehr guten Erfahrungen zurück, die der zollverein.business.service in Kooperation dem Verband Deutscher Industrie Designer (VDID) und den Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen gemacht hat. Im letzten Jahr wurde die Veranstaltungsserie »Unternehmerforum Design« gestartet. Dazu laden die NRW-IHKs Firmen aus ihren Bezirken ein. Geboten werden Best-Practice-Beispiele aus unternehmerischer Sicht, etwa wie designthinking, in die Strategie implementiert wird und die sich wie ein roter Faden durch die Aktivitäten zieht. Dieses Format soll ab 2009 auf die gesamte Bundesrepublik ausgeweitet werden – mit einer Auftaktveranstaltung in Berlin.

Dass sich Design für Deutschland rechnet, wissen die Branchenvertreter der iDD aus langjähriger Erfahrung. Allerdings fehlt wissenschaftlich fundiertes Zahlenmaterial für eine aussagekräftige Statistik. Diese Lücke zu schließen ist ein wichtiges Anliegen der iDD, denn Statistiken sind die Grundlage für eine zielgerichtete Entwicklung und Anpassung von Rahmenbedingungen, ermöglichen internationale Vergleiche und lassen Rückschlüsse für Impulse auf dem Arbeitsmarkt zu. Sie sind die Basis für wirtschaftspolitische Weichenstellungen.

Ende 2006 gegründet, steht die Initiative Deutscher Designverbände (iDD) – mit Sitz auf dem Welterbe Zollverein – stellvertretend für über 6000 Designerinnen und Designer in Deutschland. In ihr sind acht Fachverbände gruppiert. Die versteht sich als die interdisziplinäre Interessensvertretung für Designer in Deutschland und ist als solche von Designbeauftragten der Wirtschaftsministerien anerkannt. Der regelmäßige Austausch mit politischen Entscheidungsträgern ist ein wichtiges Element zur Positionierung von Design. Weitere Treffen sind in Planung.

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Die Projekte der iDD überzeugen die Vertreter der Wirtschaftsministerien.
Foto: M.Wessel


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Die Designverantwortlichen der Bundesländer sowie des Bundeswirtschaftsministeriums trafen sich Anfang April 2008 in der Zollverein School.
Foto: M.Wessel



Pressemitteilung vom 18. Oktober 2007

1.Deutscher Designerkongress
bestätigt das Anliegen der iDD

Aus dem Plenum heraus wurde die Initiative Deutscher Designverbände (iDD) aufgefordert, weiterhin und verstärkt die Position der Designer in Wirtschaft und Politik zu vertreten. Diese starke Zustimmung kam auch für die Verantwortlichen, die Vertreter der in der iDD zusammengeschlossenen Verbände, überraschend, denn der 1.Deutsche Designerkongress thematisierte »Design für Alle« und nicht die strategische Ausrichtung der iDD. Jetzt ist es an der iDD, diesem Auftrag, mit einer Stimme für die Anliegen der Designer zu sprechen, auch gerecht zu werden. Dazu wird noch vor Ende des Jahres 2007 eine mehrtägige Klausurtagung der iDD stattfinden.

Susanne Lengyel, Präsidentin des Verbandes Deutscher Industriedesigner (VDID), fasst die fünf Schwerpunkte der iDD zusammen:
• Die gesellschaftliche Relevanz von Design verdeutlichen.
• Die Wertschätzung von Design – und damit von Designern – verbessern.
• Die Ausbildung der Designerinnen und Designer optimieren.
• Die Diskussion um nachhaltiges Design fördern.
• Den interdisziplinären Austausch vorantreiben.

Der 1.Deutsche Designerkongress am 13.Oktober 2007 in Essen schloss thematisch, zeitlich und räumlich an den Designtag Nordrhein-Westfalen an, der am Vortag in der Zeche Zollverein stattfand. Beide mit rund 200 Teilnehmern sehr gut besuchten Veranstaltungen befassten sich mit »Design für Alle«. Die iDD und das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW hatten den 1.Deutschen Designerkongress gemeinsam veranstaltet.

Katharina Schwalm-Schäfer, Referatsleiterin Kreativwirtschaft im Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW, kündigte während des Abschlussplenums des 1.Deutschen Designerkongresses an, die iDD auch zukünftig zu unterstützen. Dies könnte, so Frau Schwalm-Schäfer, in Form eines zweiten Deutschen Designerkongresses, möglicherweise 2008 im Zusammenhang mit der geplanten internationalen Creative Conference NRW, stattfinden.


Über die iDD

Seit November 2006 gibt es die Initiative Deutscher Designverbände (iDD).
Sie arbeitet mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für Designerinnen und Designer sowie der Design-Nutzer zu verbessern. In der Vergangenheit agierten die bestehenden Designerverbände überwiegend im Alleingang. Die iDD wird sich daher, unter anderem mit den Design-Verantwortlichen der Ministerien der Länder und des Bundes, für eine bundesweit einheitliche Designer-Förderung stark machen.

Noch ist die iDD ein sich konstituierendes Netzwerk von acht Designerverbänden: Allianz deutscher Designer (AGD) e.V., Bund Deutscher Grafik-Designer e.V. (BDG), Deutscher Designer Club e.V. (DDC), designerinnen forum e.V., Forum für Entwerfen e.V., Forum Typografie e.V., Verband Deutscher Industrie Designer e.V. (VDID) und Verband Deutscher Mode- und Textil-Designer e.V. (VDMD). Zusammen repräsentieren diese Verbände rund 5.100 Designerinnen und Designer.

Kontakt:
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Vorstellung des iDD-Netzwerkes (v.l.n.r.):
Michael Eibes, DDC; Mara Michel, VDMD; Andreas Enslin, VDID;
Annette Schulte, Forum Typografie; Axel Gottschall, Forum für Entwerfen;
Phoebe Helmbold, designerinnen forum; Henning Krause, BDG;
Dr. Aladdin Jokhosha, AGD; Susanne Lengyel, VDID;
Moderatorin Judith Schulte-Loh, WDR.
Foto: Claudia Ollenhauer-Ries


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Bild Pressemitteilung
Das Abschlussplenum unterstützt die Initiative der Deutschen Designverbände (iDD) und fordert weitere Aktivitäten.
Auf dem Podium (v.l.n.r.): Susanne Lengyel, VDID; Michael Eibes, DDC und Moderator Ralph Habich, Habich CI.
Foto: Claudia Ollenhauer-Ries



Pressemitteilung vom 28. August 2007

Gebündelte Kräfte wollen
den Wirtschaftsfaktor Design stärken

Seit November 2006 gibt es die Initiative Deutscher Designverbände (iDD), die die Rahmenbedingungen für Designerinnen und Designer sowie der Design-Nutzer verbessern will. In der Vergangenheit agierten die bestehenden Designerverbände überwiegend im Alleingang. Die iDD wird sich daher, unter anderem mit den Design-Verantwortlichen der Ministerien der Länder und des Bundes, für eine bundesweit einheitliche Designer-Förderung stark machen.

Noch ist die Initiative Deutscher Designverbände (iDD) ein sich konstituierendes Netzwerk von acht Designerverbänden: Allianz deutscher Designer e.V. (AGD), Bund Deutscher Grafik-Designer e.V. (BDG), Deutscher Designer Club e.V. (DDC), designerinnen forum e.V., Forum für Entwerfen e.V., Forum Typografie e.V., Verband Deutscher Industrie Designer e.V. (VDID) und Verband Deutscher Mode- und Textil-Designer e.V. (VDMD). Zusammen repräsentieren diese Verbände rund 5.100 Designerinnen und Designer.

Für den 13.Oktober 2007 ist der 1.iDD-Kongress in Vorbereitung.


Status Quo der Design-Wirtschaft

• Die Design-Wirtschaft hat rund 37.000 Unternehmen, die in 2005 ein Umsatzvolumen von über 13 Mrd. Euro erwirtschaftete. Das entspricht einer Steigerung gegenüber 2004 von mehr als 15 Prozent. Die Design-Wirtschaft ist damit innerhalb der Kulturwirtschaft führend.
(Quellenhinweis: Michael Söndermann, Büro für Kulturwirtschaftsförderung, Köln/Zürich | Bundestagsfraktion Bündnis 90 Die Grünen »Kulturwirtschaft und Creative Industries 2007 Aktuelle Trends unter besonderer Berücksichtigung der Mikrounternehmen«)

• Die bundesweit agierenden Designer-Verbände sind meist nach Berufssparten wie KommunikationsdesignerInnen, ProduktdesignerInnen, Textil- und ModedesignerInnen ausgerichtet; eine Mitgliedschaft ist freiwillig. Ein Branchen übergreifender Dachverband, analog zum Arbeitgeberverband etwa, fehlt bisher; auch eine Verkammerung der Design-Berufe gibt es ebenso wenig wie den Schutz der Berufsbezeichnung »Designer» oder «Designerin«.

• Einige Designverbände sind dem Deutschen Designertag e.V. (DT) angeschlossen, der wiederum Mitglied im Deutschen Kulturrat e.V. ist. Der Kulturrat besteht seit 1981 als Ansprechpartner der Politik und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Europäischen Union in allen die einzelnen Sparten des Deutschen Kulturrates e.V. übergreifenden kulturpolitischen Angelegenheiten.

• Bundesweit arbeiten 11 Designzentren und Design-Initiativen, meist bei den jeweiligen Industrie- und Handelskammern angesiedelt, deren Aufgabe es ist, die mittelständischen Unternehmen des jeweiligen Bundeslandes bei Fragen rund um das Design zu unterstützen und das Design als Wertschöpfungsfaktor zu fördern. Sie sind als Konferenz Deutscher Designzentren (kdd) organisiert.