Mitglieds-
verbände

  • 1 / 5

    Schutz des geistigen Eigentums

    Der Schutz des geistigen Eigentums bei kreativen Leistungen ist lückenhaft und wird vom Gesetzgeber in dramatischer Weise vernachlässigt. Damit wird die wirtschaftliche Basis der Designunternehmen untergraben und ihre Existenz aufs Spiel gesetzt. Der Gesetzgeber muss Kreativleistungen gegen Übergriffe schützen, um einen wirtschaftlich robusten, investitionsfahigen Berufsstand der Designer zu erhalten.
    Die Initiative Deutscher Designverbände e.v. iDD bietet ihre Mitwirkung bei der Vorbereitung entsprechender Gesetzesvorlagen an.

  • 2 / 5

    Die Qualität der Ausbildung muss angehoben werden

    Die Qualität der Ausbildung muss in allen Designdisziplinen auf ein international führendes Niveau angehoben werden. Nur dann können künftige Designer ihre Verantwortung für den wirtschaftlichen Wohlstand des Landes übernehmen.
    Die Initiative Deutscher Designverbände e.v. iDD ist bereit, konzeptionelle Entwicklungen im Ausbildungsbereich anzustoßen und beratend zu begleiten.

  • 3 / 5

    Die Designer-Fortbildung muss konsequent systematisiert und optimiert werden

    Die Designer-Fortbildung muss konsequent systematisiert und optimiert werden. Designer müssen aufgrund der gestiegenen und sich immer schneller wandelnden Anforderungen ihrer Auftraggeber und des Marktes ihre Kenntnisse in immer mehr Feldern regelmäßig aktualisieren; entsprechende Fortbildungsangebote sind jedoch nur mit der Förderung durch die öffentliche Hand realisierbar. Die Initiative Deutscher Designverbände e.v. iDD stellt Ihre Fachkompetenz für die Mitwirkung am Entwurf, an der Ausarbeitung und an der Begleitung entsprechender Strategien und Programme zur Verfügung.
  • 4 / 5

    Es braucht adäquate Ausschreibungs-Richtlinien

    In ihren Ausschreibungen für Designleistungen erlaubt sich die öffentliche Hand Vorgehensweisen und Formalia, die die Realisierung einer angemessenen, nachhaltigen Qualität der zu gestaltenden Produkte und Dienstleistungen sehr erschweren. Die Öffentliche Hand wird ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht, sondern schafft Negativbeispiele, die bedauerlicher Weise zahlreiche Nachahmer finden. Obgleich Designkompetenz ein Erfolgsfaktor ersten Ranges für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist, unterhöhlen öffentliche Einrichtungen, von den Kommunen bis zum Bund, die Designqualität hier im Land. Dieser Missstand in der Ausschreibungspraxis muss kurzfristig und nachhaltig ausgeräumt werden.
    Die Initiative Deutscher Designverbände e.v. iDD bietet ihre Unterstützung in der Gestaltung adäquater Ausschreibungsrichtlinien an.

  • 5 / 5

    Die soziale Sicherung von Kreativen muss gewährleistet sein

    Die soziale Sicherung von Kreativen muss durch die Stärkung der Künstlersozialkasse gewährleistet und die Abgabepflicht der Verwerter besser kommuniziert werden. Es darf nicht länger den Designerinnen und Designern auferlegt werden, ihre Auftraggeber über das Künstlersozialversicherungsgesetz und die Künstlersozialkasse aufzuklären.
    Die Initiative Deutscher Designverbände e.v. iDD hat Empfehlungen ausgearbeitet, wie diese Defizite kurzfristig behoben werden sollten.

24.03.2009

Veranstaltung »Design stärkt den Mittelstand«

Im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung hat die iDD Initiative Deutscher Designverbände gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie am 24. März 2009 eine Veranstaltung zum Thema »Design stärkt den Mittelstand« durchgeführt.

Vier Unternehmer aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen haben in der Veranstaltung ihre positiven Erfahrungen mit der Integration von Design in ihre Unternehmensstrategie vorgestellt und damit den 200 Teilnehmern Impulse und einen Know-how-Transfer aus erster Hand geboten.
Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dagmar G. Wöhrl: »Design kann eine wertvolle Investition in die Zukunft sein. Es kann die Wertschöpfung kleiner und mittlerer Unternehmen erheblich steigern.«
Für viele Unternehmen in Deutschland – quer durch alle Branchen und Betriebsgrößen – hat sich das Wettbewerbsumfeld zunehmend verschärft.
Dies gilt erst recht mit Blick auf die derzeitige Wirtschaftslage. Gleichzeitig verändern sich Präferenzstrukturen und Kaufverhalten in immer schnellerem Tempo.
Design, als strategisch-gestalterisches Werkzeug für Unternehmen, wird deshalb immer wichtiger, um eine konkurrenzfähige Marktposition zu erhalten, zu erkämpfen und auszubauen. Es dient der Produktgestaltung, der Visualisierung von Dienstleistungen sowie der gesamten Unternehmenskommunikation nach innen und außen. Es ist ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal und ein effizientes Instrument zur Positionierung im nationalen und internationalen Wettbewerb.

Für die iDD unterstrich Henning Krause, Präsident des BDG Bund Deutscher Grafik-Designer und Vizepräsident des Deutschen Designertages, in seiner Keynote, dass Design als strategisch-gestalterisches Instrument für Unternehmen erhebliche Potentiale im Wettbewerb eröffnet.

Designorientierung ist eine Managementaufgabe, die langfristige Orientierung braucht. Das stellte gleich der erste Redner, Andreas Dornbracht, Geschäftsführer der Aloys F. Dornbracht GmbH & Co KG klar. Anhand der Entwicklung seines Unternehmens konnte er überaus deutlich die Wirkung von Design als Erfolgsfaktor herausarbeiten.

Im Anschluss zeigte Thomas Trenkamp, geschäftsführender Gesellschafter der Carpet Concept GmbH, wie er mit konsequenter Designorientierung sein 1993 gegründetes Unternehmen zu einem enormen Erfolg geführt hat – über 60 Designpreise sprechen eine deutliche Sprache.

Der Geschäftsführer von hering berlin Götz Esslinger und Erik Spiekermann von edenspiekermann legten dar, wie Produkt- und Kommunikationsdesign Hand in Hand bei der schlüssigen Positionierung der hochwertigen Porzellankollektion von hering berlin wirken.

Engineering und Design treiben die Gestaltung von Investitionsgütern gleichberechtigt voran, erläuterte abschließend Reinhold Seitz von der Gildemeister AG gemeinsam mit dem Produktdesigner Tim Wichmann. Die vorgestellte neue Produktreihe verschiedener Werkzeugmaschinen besticht durch hohe Wertstabilität und eine Fülle funktioneller Problemlösungen.

In ihrer Schlussnote wies Cornelia Horsch vom IDZ Internationales Design Zentrum Berlin auf die Bedeutung des Designmanagements hin und griff die von Henning Krause in seiner Keynote aufgestellte Forderung nach einer deutschen Studie zur Designeffizienz auf.

Die Veranstaltung wurde allgemein als großer Erfolg gewertet. Im anschließenden get-together wurden viele Kontakte geknüpft; Vertreter der deutschen Wirtschaft zeigten durchaus Interesse an einer weiteren Verstetigung des Designdialoges.