Der Schutz des geistigen Eigentums bei kreativen Leistungen ist lückenhaft und wird vom Gesetzgeber in dramatischer Weise vernachlässigt. Damit wird die wirtschaftliche Basis der Designunternehmen untergraben und ihre Existenz aufs Spiel gesetzt. Der Gesetzgeber muss Kreativleistungen gegen Übergriffe schützen, um einen wirtschaftlich robusten, investitionsfahigen Berufsstand der Designer zu erhalten.
Die Initiative Deutscher Designverbände e.v. iDD bietet ihre Mitwirkung bei der Vorbereitung entsprechender Gesetzesvorlagen an.
Design verändert Deutschland

Unter dem Motto »Design verändert Deutschland« standen die bundesweiten Projektvorhaben »Design stärkt den Mittelstand« und »Design rechnet sich für Deutschland!« auf der Tagesordnung. Ziele der Projekte sind die Verstärkung von Design als Erfolgsfaktor in Nachfragebranchen und damit die Förderung von Design als Querschnittsaufgabe in Unternehmen sowie die Bildung von Design-Ansprechpartnern bei den Industrie- und Handelskammern.
Das Projekt »Design stärkt den Mittelstand« geht auf die sehr guten Erfahrungen zurück, die der zollverein.business.service in Kooperation dem Verband Deutscher Industrie Designer (VDID) und den Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen gemacht hat. Im letzten Jahr wurde die Veranstaltungsserie »Unternehmerforum Design« gestartet. Dazu laden die NRW-IHKs Firmen aus ihren Bezirken ein. Geboten werden Best-Practice-Beispiele aus unternehmerischer Sicht, etwa wie designthinking, in die Strategie implementiert wird und die sich wie ein roter Faden durch die Aktivitäten zieht. Dieses Format soll ab 2009 auf die gesamte Bundesrepublik ausgeweitet werden – mit einer Auftaktveranstaltung in Berlin.
Dass sich Design für Deutschland rechnet, wissen die Branchenvertreter der iDD aus langjähriger Erfahrung. Allerdings fehlt wissenschaftlich fundiertes Zahlenmaterial für eine aussagekräftige Statistik. Diese Lücke zu schließen ist ein wichtiges Anliegen der iDD, denn Statistiken sind die Grundlage für eine zielgerichtete Entwicklung und Anpassung von Rahmenbedingungen, ermöglichen internationale Vergleiche und lassen Rückschlüsse für Impulse auf dem Arbeitsmarkt zu. Sie sind die Basis für wirtschaftspolitische Weichenstellungen.
Ende 2006 gegründet, steht die Initiative Deutscher Designverbände (iDD) – mit Sitz auf dem Welterbe Zollverein – stellvertretend für über 6000 Designerinnen und Designer in Deutschland. In ihr sind acht Fachverbände gruppiert. Die versteht sich als die interdisziplinäre Interessensvertretung für Designer in Deutschland und ist als solche von Designbeauftragten der Wirtschaftsministerien anerkannt. Der regelmäßige Austausch mit politischen Entscheidungsträgern ist ein wichtiges Element zur Positionierung von Design. Weitere Treffen sind in Planung.


















